März 2026: Festliche und traditionelle Freisprechung im Handwerk Wolfsburg

Festliche und traditionelle Freisprechung:

Das Wolfsburger Handwerk hat 45 neue Gesellinnen und Gesellen

Im Rahmen einer feierlichen Freisprechung im CongressPark Wolfsburg erhielten die jungen Handwerkerinnen und Handwerker ihre Gesellenbriefe.

45 junge Gesellinnen und Gesellen für das Wolfsburger Handwerk: Die erfolgreichen nun ehemaligen Auszubildenden nach ihrer Freisprechung im März 2026. Foto: Michael Uhmeyer Photographie mpu 2026 / Kreishandwerkerschaft Helmstedt – Wolfsburg 2026

Wolfsburg. Hiermit spreche ich euch frei von den Verpflichtungen eurer Lehrzeit und erkläre feierlich: Ihr seid nun Gesellinnen und Gesellen des Handwerks.“ Mit diesen Worten beendete Wolfsburgs Kreishandwerksmeister Sven Müller die dreieinhalb beziehungsweise drei Jahre währende Ausbildung für 45 junge Handwerkerinnen und Handwerker aus sechs Gewerken und erklärte sie offiziell zu Gesellinnen und Gesellen. Damit hätte die jüngste Freisprechung im CongressPark Wolfsburg schon beendet sein können. Doch so ein Akt bedarf eines festlichen Rahmens. Und den besorgte das Team der Kreishandwerkerschaft Helmstedt-Wolfsburg um Geschäftsführer Claudius Nitschke. Bevor Wolfsburgs oberster Handwerker den Nachwuchs freisprechen konnte, gab es Grußworte von Oberbürgermeister Dennis Weilmann, der Vizepräsidentin der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade, Heidi Kluth, und von Oberstudiendirekto Marco Bauch von der BBS II, Berufsbildende Schule II. Um den musikalischen Rahmen kümmerte sich die Band Quint.

Das erste Wort aber gebührte Sven Müller. Handwerker, betonte er, seien Menschen, die gebraucht würden, auf die die Gesellschaft angewiesen seien, kurz: Handwerk sei das Rückgrat der Region. Und mit der Freisprechung tragen die jungen Gesellinnen und Gesellen demnach zu diesem Rückgrat bei.

Sven Müller ging auf eine sich verändernde Welt ein, in der es Menschen mit Haltung brauche. Ebensolche seien die nun Freizusprechenden. Er ermunterte sie, die nun vor ihnen liegenden Chancen, wie Weiterbildung, Spezialisierung und Selbständigkeit zu nutzen, gleichzeitig die Tradition zu wahren und den Mut zu haben, sich weiter zu entwickeln. „Gehen Sie ihren Weg mit Selbstbewusstsein, nicht überheblich, aber mit dem klaren Wissen: Ich kann etwas, und ich werde gebraucht“, rief Müller ihnen zu.

Wolfsburgs Bürgermeister Dennis Weilmann hob die besondere Atmosphäre und die Würde der Veranstaltung hervor. An die Gesellinnen und Gesellen direkt gerichtet: „Sie haben gelernt, mit Verstand, Präzision und Kreativität zu arbeiten, haben Herausforderungen gemeistert und vielleicht auch Rückschläge erlebt.“ Trotzdem seien sie erfolgreich. Handwerk sei unverzichtbar für das tägliche Leben in der Stadt. „Unser Alltag würde ohne das Handwerk nicht funktionieren“, so Weilmann. Gerade in vergangen Tagen habe sich gezeigt, welche große Bedeutung das Handwerk für die Stadt habe: Sie bauen, sanieren, gestalten und reparieren. Sie schaffen Arbeitsplätze, bilden aus, und Sie stärken den Wirtschaftsstandort. Die Stadt Wolfsburg weiß sehr genau, was sie an „unserem Handwerk“ hat“, erklärte der Oberbürgermeister und ergänzte: „Wir hatten in der Vergangenheit eine gute und verlässliche Zusammenarbeit und haben diese auch in der Zukunft.“

Heidi Kluth von der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade dankte all jenen, die die nun ehemaligen Auszubildenden zum Erfolg hin begleitet haben, den Betrieben, Lehrkräften, den Eltern und Freunden. Mit der Gesellenprüfung haben die jungen Menschen, so Kluth, eine große Bedeutung. Sie hätten es nämlich in der Hand, wie die Welt von morgen aussehe. „Es gibt fast keinen Lebensbereich, der nicht irgendwie mit dem Handwerk in Verbindung gebracht werden kann.“ Wie wichtig das Handwerk ist, verdeutlichte sie mit Zahlen: „In Deutschland gibt es rund 20 Millionen Wohngebäude, alle von Handwerkern gebaut. Ohne diese hätte niemand ein Dach über dem Kopf.“

Auch Marco Bauch von der BBS betonte das Durchhaltevermögen der jungen Menschen, die selbst Rückschläge überwunden hatten. „Das mit den Rückschlägen kann ich als Schulleiter bestätigen“, so Bauch. Auf ihre Leistung dürften sie überaus stolz sein, denn das Handwerk habe in der Gesellschaft einen entscheidenden Stellenwert. Trotz Unsicherheiten durch konjunkturelle Schwankungen und die Umstellung ganze Branchen habe das Handwerk seien die handwerklichen Fähigkeiten der Freizusprechenden von unschätzbarem Wert.

Und das sind die neuen Gesellinnen und Gesellen:

Anlagenmechaniker/in für Sanitär-, Heizungs- u. Klimatechnik:
Lehat Alqaeedy, Aymen Challal, Finn Deinert, Aladdin Hamdallah, Leo Junker, Fabian Lumia, Niclas Schulze, Lukas Wienhold und Jan Wiesner.

Bau- und Metallmaler:
Samet Turan Ertürk.

Elektroniker/-in, Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik:
Julian Hans Martin Alich, Hartih Atiya, Domenic Herrmann, Mousa Hussein, Darius Waldemar Kostka, Leon Krasniqi, Paul Kreutz, Richart Langanz, Leonardo Schneider und Constantin Schöndaube.

Kraftfahrzeugmechatroniker/in, Fachrichtung Personenkraftwagen:
Jason Bisch, Cedric Dageförde, Thierry Finn Geißler, Torben Helmke, Leonie Jeske, Jonathan Mauritius, Malik Joel Mouhamed, Konrad Nahrstedt, Leon Nerlich, Johan Noel Niesporek, Janice Schadlowsky, Ben-Lee Schmitz, Tim-Julian Skierecki, Christian Weidner, Raffael Weiser, Dennis Wempe und Ken Olon Zick.

Metallbauer, Fachrichtung Konstruktionstechnik:
Gianni Manuel diDio, Lukas Heilhecker, Sascha Schaper, Max Sporn, Nick Timpe und Gunnar Vorpahl.

Gleich drei Innungsbeste bringt das Handwerk in Wolfsburg hervor:

Besonders gut abgeschnitten haben Christian Weidner, Kraftfahrzeugmechatroniker PKW von Skoda Zentrum Wolfsburg GmbH mit 86,32 Prozent. 85,77 Prozent erreichte Max Sporn, Metallbauer von der Riemann Metallbau GmbH & Co. KG. Spitzenreiter unter den Besten ist mit 88,36 Prozent Paul Kreutz, Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik vom Klinikum Wolfsburg.

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